"Home Made Music" im "Klimperkasten" brachte Erlös von 800 Euro - Behinderte profitierenGeld für Computer-Lernhilfen und Freizeit FRANKENBERG (schü). Nicht nur in Sachen Fetenspaß hat sich der vierte "Home Made Music "-Abend am 9. April im "Klimperkasten" gelohnt. Auch der Spendentopf füllte sich durch die Benefiz-Party ordentlich. Über den Erlös freuen sich eine ganze Reihe behinderter Menschen aus dem Landkreis.Herbert Salzmann, Inhaber der Frankenberger Musikkneipe, übergab zusammen mit den Musikern, die bei dem Konzert ohne Gage auftraten, am Samstag einen Scheck in Höhe von 800 Euro an die Vertreter der Aktion für behinderte Menschen Waldeck-Frankenberg, Geschäftsführer Lothar Ziehr und Pressereferentin Alexandra Hasslinger. Diesmal profitieren behinderte Menschen aus dem Landkreis von dem Erlös. Über 500 Euro konnte sich Schulleiter Harald Vogler von der Frankenberger Kegelbergschule freuen. Er teilte mit, dass das Geld für die Anschaffung von Kommunikationshilfen für Computer verwendet wird. "Mit so genannten KIM-Sensor-Adaptern", die auch zu Hause nutzbar sind, werden kognitives Lernen und motorische Aufgaben unterstützt, zum Beispiel helfen sie bei der Bedienung von Joysticks und anderen PC-Funktionen", erklärte Vogler. Außerdem sollen noch elektrische Joysticks für die Schüler angeschafft werden, woran sich auch der Förderverein der Schule beteiligt. "Wir sind dankbar für die Spenden, weil die Mittel knapper werden", sagte Vogler. Die verbleibenden 300 Euro der Spende verwendet die Aktion für behinderte Menschen für eine Freizeit in dem Kaufunger Wald, die die Bewohner des betreuten Wohnens in Frankenberg, Korbach und Rocklinghausen unternehmen.
|
|
Vierte "Home Made Music" im "Klimperkasten": Benefiz-Party mit Life-Musik satt Gefeiertes "Stelldichein" heimischer Musiker FRANKENBERG (]os). Daran führte kein Weg vorbei: Die "Home Made Music" durfte nicht sterben. Zum vierten Mal spielten am Freitagabend im "Klimperkasten" heimische Musiker für einen guten Zweck. Über 150 Zuschauer ließen sich das nicht entgehen. Die Organisatoren rechnen damit, gut 800 Euro an die Aktion für behinderte Menschen in Waldeck-Frankenberg spenden zu können. Dabei hatten manche der teilnehmenden Musiker schon gar nicht mehr an die Benefiz-Party geglaubt, denn ein erster Termin musste bereits wieder abgesagt werden. Dem Engagement des "Klimperkasten"-Teams und der zwölf Musiker ist es zu verdanken, dass die "Home Made Music" auch in ihrem vierten Jahr nichts an Attraktivität verloren hat - was die Zuschauerzahl eindeutig belegt. Mindestens genauso erfreulich wie die große Zahl der Zuschauer war am Freitag auch, dass Live-Musik-Fans von Teenies bis zu jung gebliebenen Senioren im "Klimperkasten" gemeinsam feierten. Deswegen war das sehr gemischte musikalische Programm auch keinesfalls konzeptlos, sondern abwechslungsreich und angemessen. Den Anfang machten Conrad Wiechens (Gitarre und Gesang) und Jan Schönbrodt (Gitarre). Trotz Premiere auf einer öffentlichen Bühne wusste Conrad Wiechens das Publikum zu überzeugen, außerdem hatte er mit Jan Schönbrodt ja einen erfahrenen jungen Mann neben sich sitzen. Die sich zwar ähnelnden, aber nicht langweilenden Stücke aus Wiechens Feder handelten ausnahmslos von der Liebe. Ihre Stärke: Sie sind wenig verschnörkelt und eingängig-geradlinig. "Wir waren nicht ganz so kreativ mit dem Songschreiben und haben das deswegen andere für uns machen lassen", sagte Matthze Maurer - und schon wurde gerockt. Oder besser "ge-rollt"? Gemeinsan mit Gitarrist Eugen Wiedemann, Bassist Kai Wagner und Schlagzeuger Johannes Fuhr bot der extrovertierte Sänger und Blues-Harp-Spieler Rock 'n' Roll vom Feinsten. Das Publikum twistete vor der Bühne, langsam kam Stimmung auf im Irish Pub. Lang anhaltenden Szenenapplaus gab es für klasse Soli von Eugen Wiedemann und Kai Wagner, die letzte Zugabe "Johnny be good" präsentierte das Quartett "ungeübt", wie Maurer betonte. Dem vorige Woche verstorbenen Entertainer Harald Juhnke widmete Maurer "My Way" (Frank Sinatra). Nach Musik aus den 50er und 60er Jahren ging es mit der nächsten (jungen) Band musikalisch in die 90er Jahre. David Bende (Gesang), Isabell Kramer (Bass), Gitarrist Patrick Neuschäfer und Schlagzeuger Steffen Möller boten rockig-punkige Songs. Zwischendrin unternahmen aber auch sie einen Ausflug eine Zeit, zu der noch keiner von ihnen geboren war - und spielten einen Song von Gitarren-Legende Jimi Hendrix. Das Publikum feierte die jungen Musiker wie Stars. Den jubelhaften Applaus hatten sie sich redlich verdient. Zum Ende der "Home Made Music" sorgten noch einmal drei "alte Hasen" für Stimmung: Maik Garthe, Kai Wagner und Tobias Koch, bis vor etwa drei Jahren als "Tabacs" auf den Bühnen der Region unterwegs, spielten feinsten Rock und Bluesrock - und zur großen Freude ihrer "eingefleischten" Fans auch einige selbst geschriebene Songs aus ihrer "Sturm-und-Drang-Zeit", wie Maik Garthe kommentierte. Zur abschließenden Jam-Session holten sie noch einmal Matthze Maurer auf die Bühne. Nächstes Jahr könnte die "Home Made Music" ihren ersten "runden Geburtstag" feiern. Hoffentlich finden sich dafür wieder so unterschiedliche Musiker, die sich gemeinsam für eine gute Sache engagieren. |
|
![]() Ambitionierter Nachwuchs (von links): Gitarrist Patrick Neuschäfer, Bassistin Isabell Kramer, Schlagzeuger Stefan Möller und Sänger Patrick Bende. |
|
![]() Ex-"Tabacs":Maik Garthe (links) und Tobias Koch. |
![]() Akustisch: Jan Schönbrodt und Conrad Wiechers. |
(Fotos: jos)
Quelle: FZ vom 11. April 2005




